Beipackzettel = Haftpflichtpolice des Herstellers

Sie haben sich vielleicht schon gefragt, weshalb die Listen möglicher Nebenwirkungen in den Beipackzetteln aller Medikamente so lang sind. Ich mich auch.

 

Mir ist dabei aufgefallen, dass fast jedes Medikament für Übelkeit, Appetitlosigkeit, Durchfall oder Verstopfung verantwortlich sein kann. Oder für Kopfschmerzen, Schwindel, Schwäche oder Müdigkeit. Oder Hautausschläge, Juckreiz, Stoffwechselstörungen oder Lebererkrankungen. Und so weiter, und so fort.

 

Natürlich weiss auch ich, dass es in der Medizin IMMER und NIE nicht gibt, dass also alle Nebenwirkungen möglich sind und daher in die Medikamentenpackungen überall dieselben Nebenwirkungen aufgelistet werden könnten. Das sähe dann aber wohl zu offensichtlich nicht-informativ aus. Also lieber den Schein einer Information belassen...

 

Ich selbst bin zum Schluss gekommen, dass Beipackzettel wohl kaum speziell als Information für den Patienten gedacht sind, sondern als Produkthaftpflicht-Versicherungspolicen für die Medikamenthersteller anzusehen sind. So können sich die Hersteller vor entsprechenden Klagen schützen ("Wir haben's ja geschrieben, dass es diese Nebenwirkung geben kann. Warum haben Sie das Medikament dann überhaupt eingenommen?"). Nehmen wir die Beipackzettel also für das was sie sind... Und eh gilt es, nur die Medikamente zu brauchen, die notwendig sind.