Festbeträge - auf 1.1.2016 müssen Sie einzelne Medikamente wechseln

Der Bundesrat hat kürzlich festgelegt, dass ab dem 1.1.2016 Festbeträge für Medikamente durch die Krankenkassen rückvergütet werden. Das heisst, dass das jeweils billigste Generikum rückvergütet wird, also häufig mit Medikamentwechseln zu rechnen ist, wenn ein anderes Generikum durch dessen Hersteller zum preisgünstigsten mutiert wird.

Dies ist besonders bei Psychopharmaka etwas unsinnig, muss ein Generikum für seine Zulassung doch alleine nachweisen, dass bei einer einmaligen Tabletteneinnahme durch einen gesunden Menschen zwischen 80 und 125% des Wirkstoffs des Originalpräparats nachweisbar ist. Der Unterschied beim Wechsel zwischen zwei Generika kann von der Dosis her damit gut und gerne ein Mehr oder ein Weniger von 50% seiner Wirkung ausmachen. Bei Psychopharmaka ist dies gefährlich.

Ich werde deshalb darauf hin arbeiten, Generika zu vermeiden. Bisher haben wir seit Jahren bei "Pseudo-Generika" (gleiche Tabletten desselben Herstellers in einer Original- und einer deutlich günstigeren "Pseudo-Generika"-Verpackung) stets die "Pseudo-Generika" verwendet, wie dies vom "Kassensturz" in der Sendung im Oktober 2015 erstmals empfohlen wurde (z.B. Sertralin Pfizer anstelle von Zoloft, Venlafaxin ER Pfizer anstelle von Efexor ER). Das hat Sinn gemacht.