Therapie der Angstkrankheiten

Die Therapie aller Angstkrankheiten ist heutzutage primär eine psychologische: Therapietechnik der ersten Wahl ist die kognitive Verhaltenstherapie. "Kognitiv" heisst diese Therapie, weil die Patientin bzw. der Patient im Verlauf der Therapie viel krankheitsspezifisches Wissen erlernt; "Verhaltenstherapie" weist darauf hin, dass es sich um ein übendes Verfahren handelt. Die einzusetzenden Therapietechniken sind einfach und für weitgehend jedermann erlern- und einsetzbar. Kognitive Verhaltenstherapien sind typischerweise Kurztherapien: Als Regel gilt, dass die Therapie umso länger braucht, je länger die Angstkrankheit bereits besteht und je mehr der verschiedenen Angstkrankheiten beim Betroffenen vorhanden sind.

 

Ergänzend kann in Situationen schwerer Angstkrankheiten eine medikamentöse Behandlung unterstützend helfen. Basismedikamente stellen dabei Antidepressiva dar, was nicht weiter erstaunen muss, sind doch Angstkrankheiten und Depressionen nah verwandte Krankheiten. In den ersten beiden Behandlungswochen können bisweilen zusätzlich Beruhigungsmittel, wie Benzodiazepine, zusätzlich unterstützend wirken. Dabei muss aber bedacht werden, dass ein Medikament nie ein Angstproblem lösen, sondern eben nur unterstützend wirken kann.