Anpassungsstörung

Als Anpassungsstörungen werden Reaktionen auf einmalige oder andauernde belastende oder als bedrohlich erlebte Situationen oder Ereignisse bezeichnet. Anpassungsstörungen haben Gefühlsstörungen (wie "reaktive" Depressionen, Ängste und Sorgen oder Hilflosigkeit) und/oder Störungen des Sozialverhaltens (wie Reizbarkeit, sozialer Rückzug oder Aggressivität) zur Folge. Die Reaktionen können innerhalb von Tagen oder Wochen nach der Belastung auftreten und monatelang andauern. Wahrscheinlich spielen Veranlagung (Prädisposition) und früher gemachte Erfahrungen für die Wahrscheinlichkeit des Auftretens (Vulnerabilität) einer Anpassungsstörung bei einer bestimmten Person  mit eine Rolle, d.h. nicht jede Person erleidet in einer bestimmten Belastungssituation eine Anpassungsstörung.

 

Die Behandlung der Anpassungsstörung ist heute häufig eine kognitive Verhaltenstherapie, die unterstützt werden kann durch Medikamente, meist Antidepressiva (weil der depressive Anteil der Anpassungsreaktion oft im Vordergrund steht).