Burnout (Burn-Out Syndrom)

Der Burnout-Zustand, das "Ausgebrannt-Sein" bezeichnet umgangssprachlich einen Zustand der subjektiv ausgeprägt erlebten Erschöpfung. Dabei kann die körperliche Erschöpfung mit Kraftlosigkeit, Schmerzzuständen und Unwohlsein sogar überwiegen gegenüber der psychischen Erschöpfung mit Antriebsverlust und depressiver Grundstimmung.

 

Das Krankheitsbild, das in den letzten 40 Jahren neu als solches erkannt und beschrieben wurde, findet ihre Ursache in chronischen Stressoren im beruflichen Umfeld aber auch etwa in der Langzeitpflege von Angehörigen. Die Krankheitszeichen des Burnouts werden meist in drei Gruppen eingeteilt:

"Kunden"bezogener Burnout (oder: Depersonalisation): Den sonst wertgeschätzten Kunden (oder anderen Zielpersonen der beruflichen Tätigkeit) wird mit Gleichgültigkeit, Distanz und teils Zynismus begegnet. Die Arbeit wird als Funktionieren ohne alle zwischenmenschlichen Gefühle erlebt.

Persönlicher Burnout (oder: emotionale Erschöpfung): Der eigene Zustand wird als reizbar, verspannt, müde, leer und antriebslos erlebt. Dieser Zustand entspricht oft einer Depression. Selbstmordgedanken oder neu auftretende Suchtverhalten sind nicht selten.

Aufgabenbezogener Burnout (oder: Misserfolgserleben): Die eigenen Aufgaben werden als sinn- und bedeutungslos erlebt, was zu Überaktivität (um bessere Leistung zu erzielen) führen kann. Erfolgserlebnisse fehlen trotz Anstrengung.

 

Die Therapie hat nach einer Erholungsphase oft zum Ziel, die eigenen gesunden Ressourcen zu stärken und Defizite z.B. in der Selbstsicherheit aufzufüllen, um schliesslich die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) für eine nächste Stresssituation zu verbessern.